»Clubsterben«? Eine Buchvorstellung

13.11.2026 · 16:00–16:45 Uhr
Deutsch
Vorstellung des Sammelbands »Clubsterben? Sozioökonomischer Wandel und urbane Musikkulturen«

»Clubsterben« – dieser Terminus wird in den vergangenen Jahren immer dann bemüht, wenn über die Schließung von Musikclubs und Livemusikspielstätten gesprochen oder geschrieben wird, im Kulturbetrieb, von den Medien und der Politik. Das Wort spitzt zu, es dramatisiert, und beschreibt dabei einen Vorgang, der selbst ungleich älter ist als der Begriff: Orte, an denen Menschen ihre Freizeit verbringen, Musik hören, tanzen und Kultur erleben, müssen schließen. Das ist nicht neu. Neu ist vielleicht die Schärfe, mit der dieses Phänomen in jüngerer Vergangenheit in der Öffentlichkeit artikuliert wird – und die daraus resultierenden (politischen) Forderungen.

Der Sammelband »Clubsterben? Sozioökonomischer Wandel und urbane Musikkulturen«, der im Rahmen der Lesung kurz vorgestellt wird, ist aus einer gleichnamigen Tagung hervorgegangen, die im September 2024 am Zentrum für Populäre Kultur und Musik in Freiburg stattfand. Das Ziel dieser Veranstaltung wie des Bandes war und ist es, »Clubsterben« nicht als regional- oder stadtspezifisches Problem zu behandeln, sondern als Symptom eines umfassenderen sozioökonomischen und kulturellen Wandels zu verstehen: als Ausdruck von postindustrieller Stadtentwicklung, veränderter Wirtschafts- und Konsumstrukturen, Gentrifizierung, rechtlicher Rahmenbedingungen sowie wandelnder gesellschaftlicher Wertschätzung für die urbane Nachtkultur. Zugleich soll eine multiperspektive Betrachtung durch Akteur:innen aus Wissenschaft und Praxis den Begriff »Clubsterben« diskursiv hinterfragen: Wer nutzt diesen Begriff mit welchen Interessen?

Die Buchvorstellung erfolgt durch den (Mit-)Herausgeber Dr. Lorenz Rommelspacher.

Sprecher:innen

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