No Data - No Policy Teil 1 : Evidenzbasierte Nachtkulturpolitik

12.11.2026 · 14:00–15:30 Uhr
Von gefühlten Wahrheiten zu evidenzbasierter Nachtkulturpolitik in Second Cities.

In Second Cities haben einzelne Entwicklungen eine überproportionale Wirkung: Ein Nutzungskonflikt wird schnell zum gesamtstädtischen Thema. Ein Club weniger kann das Nachtleben einer ganzen Stadt grundlegend verändern.

Je größer die Wirkung einzelner Entscheidungen, desto wichtiger wird eine belastbare Grundlage für diese Entscheidungen. Doch welche Informationen brauchen Kommunen, um Nachtkultur gezielt zu gestalten und ihre Wirkung sichtbar zu machen?

Im Alltag entstehen bereits zahlreiche Informationen – durch Besucherströme, Vermittlungsarbeit, Awareness, Nutzungskonflikte oder Netzwerkarbeit. Einige helfen dabei, Bedarfe präziser zu erkennen und Maßnahmen gezielter auszurichten. Andere können den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Mehrwert von Nachtkultur sichtbar machen und kulturpolitisch besser vermitteln.

Das Panel unterscheidet deshalb bewusst zwischen Daten für die Arbeit und Daten über die Arbeit. Gemeinsam mit Expert*innen aus Gemeinwohlökonomie, Kulturanthropologie und kommunaler Nachtkulturpraxis diskutieren wir, welche Informationen Second Cities tatsächlich benötigen, um bessere Entscheidungen zu treffen, Ressourcen wirksamer einzusetzen und neue Formen der kulturpolitischen Legitimation zu entwickeln.

Das Publikum wird dabei selbst Teil des Prozesses: Durch interaktive Datenerhebungen entstehen erste Bausteine für ein gemeinsames Framework, das als Ausgangspunkt für die weitere Arbeit des Nacht Konsils (Netzwerk der Nachtkulturbauftragten) dienen soll.

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