Zwischen Haltung und Zusammenhalt
Die Nachtkultur steht zunehmend unter gesellschaftlichem, politischem und wirtschaftlichem Druck: Rechte und rechtspopulistische Akteur:innen greifen kulturelle Freiräume, Diversität und Antidiskriminierungsarbeit an, während Fördermittel gekürzt und Handlungsspielräume kleiner werden.
Das Panel fragt nach den sozialen, psychologischen und strukturellen Dynamiken hinter einer zunehmenden Fragmentierung der Nachtkultur. Warum werden politische Differenzen zu Fragen von Identität und Zugehörigkeit? Wann sind Grenzziehungen zum Schutz vor Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung notwendig – und wann entwickeln sich daraus Loyalitätsprüfungen, Lagerbildungen und Ausschlussdynamiken? Welche Folgen hat dies für einzelne Menschen, Kollektive, Clubs und die gemeinsame kulturpolitische Interessenvertretung?
Ziele des Panels
Das Panel möchte die Mechanismen hinter Polarisierung und Abgrenzung verständlich machen, ihre konkreten Folgen für die Nachtkultur sichtbar machen und Wege zu einer diskriminierungskritischen, solidarischen und zugleich konfliktfähigen Zusammenarbeit diskutieren. Ziel ist es, Ansätze für einen Umgang mit Differenzen zu entwickeln, der Betroffene schützt, Widerspruch ermöglicht und die gemeinsame Handlungsfähigkeit der Nachtkultur stärkt.