Nachtleben als Stadtentwicklungsaufgabe
Die Debatte um das Nachtleben und die Nachtökonomie als Gegenstand integrierter Stadtentwicklung hat in den vergangenen Jahren deutlich an Dynamik gewonnen. Immer mehr Städte verstehen die Stadt nach Acht als eigenständigen Gestaltungsraum: Nachtbeauftragte und Koordinierungsstellen wurden eingerichtet, nachtökonomische Analysen durchgeführt sowie erste Strategien und Leitbilder entwickelt, die das Thema explizit stadtentwicklungspolitisch verankern.
Doch wie findet die zunehmend »gute Papierlage« konkret Eingang in die kommunale Planungspraxis – etwa in der Bauleitplanung, in Stadtentwicklungs- und Zentrenkonzepten, in der Entwicklung neuer Quartiere oder bei der Transformation bestehender Stadtbereiche? Mit welchen Zielen, Argumenten und Instrumenten lässt sich ein kulturell diverses, sozial inklusives und sicheres Nachtleben als öffentlicher Belang in städtebauliche Abwägungsprozesse einbringen? Wie kann Nachtleben in kommunalen Planungsprozessen angemessen berücksichtigt werden – als kulturelle Infrastruktur, Wirtschaftsfaktor und sozialer Begegnungsraum? Und wie lassen sich diese Ansprüche mit den bislang überwiegend tagesorientierten Planungslogiken in Einklang bringen?
Präsentiert durch das Nacht Konsil – das Netzwerk der Nachtbürgermeister*innen und Nachtbeauftragten im deutschsprachigen Raum.
Die Interessengemeinschaft vernetzt neutrale Stellen mit öffentlichem Auftrag und fachlichem Schwerpunkt auf Nachtkultur. Als beratendes Gremium ermöglicht sie Wissenstransfer, Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Weiterentwicklung nachtbezogener Themen, um die kommunale Arbeit ihrer Mitglieder zu stärken.